160.000 Unterschriften beim Radentscheid München
 Bamberg, München, Regensburg, Rosenheim, Bayreuth – in Bayern schließen sich immer mehr engagierte Bürgerinnen und Bürger zu Radentscheiden zusammen, um den Radverkehr vor Ort voranzubringen und gesetzlich zu verankern. Mit dabei der ADFC, der die Bewegung auch von der Landesebene her unterstützt. 2017 war als erster kommunales Rad-Bürgerbegehren in Deutschland der Radentscheid Bamberg erfolgreich. Am 4. Juli hat jetzt der Radentscheid München die Unterschriften übergegeben – viereinhalbmal so viele, als nötig gewesen wären. Die Last war kaum zu bewegen, die Kartons auf den Lastenrädern randvoll: 160.000 Unterschriften hatte das breite Aktionsbündnis in drei Monaten gesammelt. Eine Zahl, die auch OB Dieter Reiter sichtlich beeindruckt hat: "Das ist ein klares Votum für eine Verkehrswende in München", so Reiter bei der Übergabe der Unterschriften auf dem Marienplatz, "das kann jetzt kein Politiker mehr ignorieren!“ Andreas Groh, Chef des Münchner ADFC, zeigte sich begeistert: "Unglaublich, danke an alle, die mitgeholfen haben!“ Den OB nahm er gleich in die Pflicht: "Jetzt muß die Stadt handeln!" Der OB versprach auch, die Forderung nach mehr und besserer Fahrradinfratruktur ernst zu nehmen, und hat kürzlich signalisiert, dass der Stadtrat die Inhalte des Bürgerbegehrens übernehmen solle. Die Entscheidung darüber fällt am 24. Juli. Im Falle einer Nichtübernahme kommt es im Herbst zu zwei Bürgerentscheiden, einen für ein flächendeckendes Netz an breiten und sicheren Radwegen sowie einem zweiten für einen sicheren Radring entlang des Altstadtrings. |